
Der heilige Lambertus – Patron und Vorbild
Der heilige Lambertus lebte im 7. und 8. Jahrhundert. Als Spross eines adeligen Geschlechts wuchs er in einer Welt auf, in der sich christlicher Glaube und kriegerische Ideale vermischten. Die Blutrache war Teil der gesellschaftlichen Ordnung – ebenso wie die Hoffnung auf göttlichen Beistand.
Schon früh wurde Lambertus auf eine geistliche Laufbahn vorbereitet. Er lernte Latein, las die Heilige Schrift – doch zugleich wurde er auch in der Kunst der Kriegsführung unterwiesen. Später wurde er Bischof von Maastricht und zählte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit.
Der Wendepunkt seines Lebens war eine Auseinandersetzung mit rivalisierenden Sippen. Lambertus, das Schwert bereits in der Hand, wollte sich verteidigen – doch seine christliche Überzeugung hielt ihn zurück. Er legte die Waffe nieder mit den Worten, dass er Christus so sehr liebe, dass er lieber sterben wolle, als sich an einem Blutvergießen schuldig zu machen. Lambertus opferte sich – und verhinderte dadurch eine Eskalation des Konflikts.
Sein Handeln wurde zum Sinnbild christlicher Friedfertigkeit: Gewalt nicht mit Gewalt zu beantworten, sondern den Weg des Friedens zu wählen.
Besonders im Hochmittelalter wurde Lambertus als Vorbild verehrt – vor allem in adeligen Kreisen. Seine Geschichte gelangte im 12. und 13. Jahrhundert nach Oldenburg. Die Grafen weihten daraufhin die Hauptkirche ihrer Residenzstadt dem Heiligen Lambertus.
Im Jahr 2007 schenkte unser Lions Club der Lambertikirche eine von der Künstlerin Nora Geißler geschaffene Lambertus-Figur. Vorausgegangen war ein großartiges Jugendprojekt – ganz im Sinne unseres Clubanliegens: Engagement für die nächste Generation.

